Wie wär’s mal mit: Zu Weihnachten Hoffnung schenken. 3 Tipps

Sinnvolle Hilfe für Aleppo Syrien

Während wir Zuhause Plätzchen backen, uns den ersten Schnee wünschen und den beliebtesten Weihnachtssong wählen, nämlich Stille Nacht, heilige Nacht, ist es an anderen Orten der Welt weder still und schon gar nicht heilig. Zum Beispiel in Aleppo.

Viel mehr ist die syrische Stadt „ein Synonym für Hölle“, wie es noch UN Generalsekretär Ban Ki Moon neulich treffend ausdrückte. Seit dem die Regierung die Oststadt zurückerobert hat, wurde die Evakuierung gestoppt und Straßensperren errichtet. Während also Granaten, Geschützfeuer und Bomben auf die bereits völlig zerstörte Stadt einprasseln und sich Regierung und Rebellen unerlässliche Kämpfe liefern, sitzen zehntausend Menschen dort fest – und sie wünschen sich bestimmt keine weiße Weihnachten. Weil sie dann nämlich erfrieren könnten.

Wie wäre es also, wenn wir (zumindest ein bisschen) von unserem Überfluss und Reichtum abgeben, um denen zu helfen, die gerade nur eines im Kopf haben: überleben.

 

Spenden für Aleppo – drei sinnvolle Tipps

1. Menschen aus den Trümmern retten

…ist genau das, was die „Syrischen Weißhelme“, eine in Syrien arbeitende Hilfsorganisation täglich macht. Sie selbst nennen sich offiziell „Syrischer Zivilschutz“ und sind dort, wo vor Kurzem noch Bomben eingeschlagen haben. Sie suchen nach Verschütteten, graben sie aus, löschen Brände, versorgen Verletzte. Mit einer Spende unterstützt man die rund 3.000 Freiwilligen Helfer liefert Geld für Werkzeug, das nötig ist, um die Menschen zu bergen.

Im September wurde die Arbeit der Syrischen Weißhelme mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.

2. Kinder mit dem Nötigsten versorgen

Das macht etwa das UN-Kinderhilfswerk Unicef. Als eine der wenigen verbliebenen internationalen Hilfsorganisationen sind sie noch in Aleppo und anderen Regionen Syriens und versorgen Kinder, die teils durch monatelange Unterernährung ausgezehrt und durch den Krieg schwer traumatisiert sind, mit dem Nötigsten. „Kinder aus Syrien brauchen uns jetzt im Winter besonders dringend!“, appelliert das Hilfswerk.

Mit 70 Euro kann man zwei Kinder für einen Monat mit einer nahrhaften Erdnusspaste vor dem Hungertod retten, mit 104 Euro vier Erste-Hilfe-Sets zur Versorgung verletzter Kinder kaufen und mit 300 Euro warme Decken für 50 Kinder.

3. Winterhilfspakete und Lebensmittel

Die Welthungerhilfe leistet seit 2012 Nothilfe für Bürgerkriegsopfer in Syrien und den Ländern, in die die Flüchtlinge fliehen, wie etwa der Türkei und dem Irak. Über 300.000 Flüchtlinge haben sie bereits mit Winterhilfspaketen versorgt, die Nahrungsmittel, Decken, warme Kleidung und Heizmaterial beinhalten. Der Mindestpreis einer einmaligen Spende beträgt fünf Euro. 

Einfach machen

Denkt nicht lange nach, tut es einfach. Spendet selbst, verschenkt eine Spende zu Weihnachten oder wünscht euch statt eines Geschenks zu Weihnachten eine Spende in eurem Namen. Setzt euch an Weihnachten mit eurer Familie zusammen und spendet gemeinsam.

Anstatt darüber zu sprechen, wie schrecklich die Ereignisse in Syrien sind, sollten wir endlich handeln. Denn Worte des Bedauerns bringen den Menschen vor Ort: überhaupt nichts.

 Hilfe für Syrien

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4 Comments

  1. Sorry, aber das sind genau die Organisationen an die ich nie was spenden würde. Die haben nämlich nicht nur einen guten Ruf, der uns so oft verkauft wird. Sondern auch einen recht schlechten. Unicef Skandale hier und da und die Weisshelme haben auch eigenartige Methoden. Retten dasselbe Mädchen dreimal an verschiedenen Orten in Syrien. Eigenartig. Aber darum geht es mir auch nicht. Ich spende lieber dort hin wo ich auf weiß, dass es ankommt. Z.b. an die Obdachlosen in Deutschland und kleinere Organisationen vor Ort, denen man zuschauen kann bei ihrem tuen. LG, Mia 🙂

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    1. Liebe Mia, danke für die Hinweise! Wieso findest du UNICEF Denn so kritisch? Ich kenne die Organisation recht gut und finde deren Arbeit großartig. Natürlich läuft nicht immer alles perfekt, aber wo ist das schon der Fall? Jedenfalls kommt das Spendengeld absolut bei den Menschen vor Ort an und sie sind einender letzten Organisationen, die auch wirklich vor Ort sind und Krisenarbeit leisten. Die Geschichte mit den Weißhelmen, von der du berichtest, kenne ich leider nicht. Da habe ich ehrlich gesagt auf die Recherche des Alternativen Nobellpreis-Kommittees vertraut. Ich meinerseits Spende gerade lieber nach Syrien, als vor Ort. Ich finde einfach, den Menschen geht es noch um ein Vielfaches schlimmer, als deutschen Obdachlosen, die in einem europäischen Wohlfahrtsstaat leben. Was nicht heißt, dass es nicht auch notwendig und sinnvoll ist! Aber deiner Geschichte mit den weißhelmen werde ich heute mal nachgehen 🙂 Danke dir und liebe Grüße, Meike

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