„Mein größter Wunsch: Alle Grenzen auf der Welt abschaffen“

Heute im Interview: Lisa (25)

„Mein größter Wunsch wäre, dass es auf der Welt keine Grenzen mehr gäbe und wir alle in einem großen Land leben würden. Jeder könnte problemlos dort wohnen, wo es ihm gerade am besten gefällt, ohne zeitaufwändige bürokratische Prozesse, Regulierungen und andere Hürden, die es heutzutage gibt.

Ich würde mir wünschen, dass es keine Länderausweise mehr gäbe, also keinen länderspezifischen Personalausweis mehr, der einen als „Deutschen Staatsbürger“ oder als „Citizen of the United States of America“ ausweist. Mein Wunschgedanke, eine globale Bürgerin zu sein, würde bedeuten, dass ich mich überall zuhause fühlen darf. Die Menschen würden alle demokratisch leben, ihre Kulturen frei ausleben und sich gleichzeitig international vertrauen. Wir sind durch das Internet bereits so gut vernetzt und das Reisen ist einfacher als zu Zeiten unserer Großeltern. Trotzdem gibt es noch so viele, meiner Meinung nach veraltete, Barrieren.

Dieser Wunsch entstand bei mir durch diverse Reisen und mein Auslandssemester in den USA. Damals habe ich mich total in das Land verliebt und mir gedacht, dass es wirklich schön wäre, eine Zeit lang hier zu leben. Aber es ist ein enormer bürokratischer Aufwand, für einige Zeit in einem anderen Land zu leben und zu arbeiten – davor bin ich zurückgeschreckt. In den USA muss man sich für eine Greencard bewerben, und das erinnert mehr an eine Lotterie, als an ein logisches Verfahren und macht in meinen Augen nicht wirklich Sinn. Ich bin hochqualifiziert, habe einen Masterabschluss und sehr gute Englischkenntnisse. Aber es ist trotzdem noch unglaublich schwer.

Das ist natürlich kein Wunsch, den man von heute auf morgen erfüllen kann, das ist mir klar. Der Wunsch ist ziemlich utopisch. Es müsste dann natürlich auch eine globale Regierung geben, was ich mir sehr schwer vorstelle. Denn in unseren Köpfen haben wir eben doch noch eine Menge Regulierungen und Schranken, die wir erst einmal überwinden müssten. Aber die Welt würde um einiges besser werden, da bin ich mir ganz sicher. Es gäbe weniger Ungerechtigkeit, wir wären alle gleich. Entwicklungsländer könnten nicht mehr so einfach ausgebeutet werden, weil wir schließlich alle an einem Strang ziehen würden. Jeder hätte dieselben finanziellen Ressourcen und dieselbe Freiheit. Den Gedanken finde ich schön.

Natürlich müssten sich die Sprachen aneinander angleichen. Im Idealfall würde es eine globale Sprache geben, die alle beherrschen, damit sich alle verstehen können. Denn eine Sprache kann natürlich eine krasse Barriere sein.

Wie schwierig es ist, in ein anderes Land einzuwandern sieht man ja auch gerade durch die vielen Flüchtlinge, die aus Syrien oder anderen Krisenländern kommen. Sie müssen so viele Hürden auf sich nehmen, um in Frieden leben zu können. Ein Freund von mir ist Syrer, er studiert hier und möchte nach dem Studium unbedingt in Deutschland bleiben und arbeiten. Ich halte ihn für sehr intelligent und glaube fest, dass er das schafft. Leider haben nicht alle aus seinem Land so viel glückliche Umstände in ihrem Leben.“

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