Warum es Spaß macht, großzügig zu sein

großzügig sein ist schön

Mal unter uns: Wir Deutschen sind nicht gerade dafür bekannt, eine großzügige Nation zu sein. Wir sind weder besonders gastfreundlich, noch überaus spendabel. Im Café zahlen wir in der Regel getrennt. Warum eigentlich?

Mit einer guten Freundin habe ich ein Ritual. Wir treffen uns in unserer Heimatstadt und gehen zusammen in unserem Stammcafé frühstücken. Wir bestellen uns immer dasselbe, sie ein Sportlerfrühstück und einen schwarzen Kaffee mit Bananensirup, ich ein Baguette-Brötchen mit Honig und einen Cappuccino. Den Bananensirup teilen wir, die Rechnung nicht. Das war nie eine bewusste Entscheidung, es kam uns wohl einfach nur nie in den Sinn.
Bis meine Freundin das obligatorische „Zusammen oder getrennt?“ (das man übrigens nur in Deutschland gefragt wird!) schnell mit einem: „Zusammen!“ beantwortete. Sie grinste zufrieden und zu mir gerichtet sagte sie: „Geht heute auf mich.“

Diese Geste hat mich wahnsinnig gefreut und meine Freundin hat es wiederum gefreut, mir eine Freude zu machen. Ein Plus-Plus sozusagen, wir haben beide etwas gewonnen. Trotzdem hat es mich zum Nachdenken gebracht. Warum laden wir so selten andere Menschen ein? Warum sind gerade wir (wo wir doch in einer solchen Wohlstandsgesellschaft leben) so knausrig mit allem?

Teilen ist eigentlich etwas so Schönes und am Ende bekommt man meist mehr zurück, als man gegeben hat (okay, das klang jetzt ziemlich cheesy, aber ist doch so, oder?!) Ich konnte es jedenfalls nicht erwarten, meine Freundin beim nächsten Frühstück ebenfalls einzuladen. Aber mit etwas zurückgeben meine ich nicht nur im materiellen Sinn. Man bekommt IMMER etwas zurück. Sei es ein Lächeln von Herzen oder eine nette Geste.

Wenn man einem Obdachlosen zum Beispiel die Banane schenkt, die man selbst den ganzen Tag im Rucksack mit sich herumgetragen hat. Oder ihm an einem kalten Wintertag einen warmen Tee vom Bäcker kauft. Oder einem alten Menschen in der Bahn den Sitzplatz anbietet. Oft sind wir aber so sehr mit uns selbst beschäftigt, dass uns die Möglichkeiten, anderen eine Freude zu machen, gar nicht mehr auffallen. Dabei gibt es so viele davon. Es reicht ja schon, die Menschen, mit denen wir interagieren (zum Beispiel beim Bäcker, in einem Geschäft oder auf der Arbeit) mit Respekt zu behandeln, ihnen am Ende ein Lächeln zu schenken und einen schönen Tag zu wünschen. Aber nicht nur so lapidar daher gesagt, das merkt man nämlich. Man sollte es schon wirklich auch so meinen. Gutes Karma in die Welt geben.

Erinnert ihr euch an euer letztes Kompliment, dass ihr bekommen habt? Und das letzte, das ihr selbst gemacht habt? Ihr merkt, worauf ich hinaus will. Lange Rede, kurzer Sinn. Gebt etwas Positives in die Welt und etwas Positives wird zu euch zurück kommen. So einfach ist das.

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